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Vielfalt in der Modellregion Murau

  • 23. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Aug.

Am 21. Juni 2026 drehte sich in der Modellregion Murau am Betrieb von Ferdinand Wölfl in St. Marein bei Neumarkt (Steiermark) alles um die Artenvielfalt in den Abendstunden. Im Rahmen der Veranstaltung „Biodiversität in der Dämmerung“ erhielten die rund 15 Teilnehmer:innen spannende Einblicke in die Vielfalt von Pflanzen und Insekten auf den von der Familie Wölfl bewirtschafteten Flächen.


Zum Auftakt lud Wolfgang Ressi vom Umweltbüro Klagenfurt die Teilnehmer dazu ein, ihre persönlichen Zugänge zur Natur und Biodiversität zu teilen. Anschließend ging es hinaus ins Grünland, wo Wolfgang Angeringer von der Landwirtschaftskammer Steiermark die beeindruckende Pflanzenvielfalt der extensiv bewirtschafteten Wiesen vorstellte. Auf den artenreichen Goldhaferwiesen des Betriebs wachsen auf einem Hektar rund 60 Pflanzenarten. Anhand einer eigens vorbereiteten Pflanzenauslage erklärte er die verschiedenen Arten und zeigte, wie sie sich entlang der Gradienten von feucht bis trocken sowie von nährstoffarm bis nährstoffreich unterscheiden.


Wie eng Pflanzen und Insekten miteinander verbunden sind, veranschaulichte der Ökologe Georg Derbuch am Beispiel des Großen Wiesenknopfs und der seltenen Wiesenknopf-Ameisenbläulinge. Beim anschließenden Rundgang durch die Wiesen konnten die Teilnehmer:innen mit Becherlupen selbst auf Entdeckungstour gehen. Gemeinsam wurden zahlreiche Insekten und andere Kleintiere gefangen, bestimmt und ihre wichtige Rolle im Grünlandökosystem besprochen. Im noch ungemähten Wiesenstreifen ließen sich unter anderem Schmetterlinge wie der Schornsteinfeger, Wildbienen, Weichkäfer, die Waldschabe, der Siebenpunkt-Marienkäfer sowie Heuschrecken wie der Braune Grashüpfer beobachten.


Für den Abend war geplant, mit einem beleuchteten Insektenzelt nachtaktive Insekten anzulocken und zu bestimmen. Ein Gewitter mit Starkregen machte diesen Programmpunkt jedoch kurzfristig unmöglich, da sich Insekten bei starkem Niederschlag zurückziehen. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch: Die Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit für einen intensiven fachlichen Austausch und nahmen zahlreiche neue Eindrücke sowie wertvolle Anregungen zur Förderung der Biodiversität mit nach Hause.



 
 
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