Vernetzungstreffen Murau
- 27. Nov. 2025
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Am 27. November 2025 fand in der neuen Modellregion Murau ein Vernetzungstreffen statt, bei dem die aktuellen Entwicklungen, sowie Ziele, Herausforderungen und Erfolge bzw. der Mehrwert durch das Projekt Thema waren. Auch die für das Jahr 2026 in der Region Murau vorgesehenen Veranstaltungen, wie ein Bodenfeldtag, Praxiswerkstätten zu unterschiedlichen ökologischen Themen und ein gemeinsamer Workshop wurden den Teilnehmer:innen präsentiert.
Wolfgang Angeringer von der LK Steiermark gab anschließende einen Überblick über das montane Grünland in der Modellregion Murau. Den Großteil der Flächen extensiven Grünlands im Projektgebiet machen Wiesen auf frischen Standorten, also die typischen Blumenwiesen aus. Einige Flächen sind auch den Moor-, Nass- und Feuchtwiesen zuzuordnen, die oft besonders viele gefährdete Pflanzenarten aufweisen. Ideal wäre es, wenn es verschiedene Nutzungsintensitäten auf einem Betrieb gibt. Dieser sogenannte „Abgestufte Wiesenbau“ sichert durch intensiv genutzte Grünlandflächen einerseits das Einkommen des Betriebes und andererseits wird durch die Erhaltung extensiver Wiesen auf schlechteren Böden die Artenvielfalt gefördert. Bei den Vegetationsaufnahmen in der Region wurden bisher 182 Pflanzenarten kartiert, darunter 41 Kennarten des artenreichen Grünlandes und 4 Rote-Liste Arten.
Der Vortrag von Ökologe Hans Neumayer beleuchtete die Welt der Bestäuberinsekten in unserer Kulturlandschaft, insbesondere die der Wildbienen, von denen es bei uns ca. 705 Arten gibt. Viele Arten sind Spezialisten, die bestimmte Pflanzenarten brauchen, um Pollen zu sammeln. Deshalb können umso mehr Wildbienenarten in einer Wiese leben, je vielfältiger das Blütenangebot ist. Auch die Kleinräumigkeit ist wichtig, da kleine Arten nur wenige hundert Meter weit fliegen. ÖPUL-Flächen im Grünland sind für die Förderung von Bestäuberinsekten wichtig, da sich Maßnahmen wie später Erster Schnitt, ein längerer Zeitraum zwischen 1. und 2. Schnitt, die Neuanlage von Blühflächen und das Belassen von Strukturen positiv auf das Blütenangebot und die Nistmöglichkeiten auswirken.








