top of page

Lebensräume, Tiere, Pflanzen & Menschen

ÖPUL VERBINDET

Aufbau von Modellregionen zur Biotopvernetzung durch ÖPUL-Maßnahmen

Über das Projekt

Bei „ÖPUL verbindet“ arbeiten Landwirtinnen und Landwirte gemeinsam mit Fachexpertinnen und Fachexperten daran, Biodiversität gezielt in der Kulturlandschaft zu fördern.

In vier Modellregionen werden dafür ÖPUL-Biodiversitätsmaßnahmen geplant, umgesetzt und zusammen weiterentwickelt. Mit dabei sind Probstdorf im südlichen Marchfeld, Jaidhof im Waldviertel, die Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft Ursprung (HBLA Ursprung) im Salzburger Flachgau sowie seit 2025 auch Murau in der Obersteiermark.

Wissen, was wirkt

Ein begleitendes Monitoring zeigt, wie sich die Maßnahmen auf die biologische Vielfalt auswirken. Bei Veranstaltungen im Feld und im Gasthaus werden Erfahrungen ausgetauscht, Ergebnisse diskutiert und neue Ideen entwickelt.

Jetzt neu: 

Seit 2025 werden die Projekte „ÖPUL verbindet“ und „Vielfalt auf meinem Betrieb“ unter dem neuen Namen „Vielfalt verbindet“ gemeinsam weitergeführt.

Das Ziel bleibt dasselbe: Landwirtschaft und Biodiversität gemeinsam weiterdenken und Vielfalt in der Kulturlandschaft fördern.

Auf diesen Seiten finden Sie Einblicke aus den Modellregionen, aktuelle Ergebnisse, Veranstaltungen und Neuigkeiten aus dem Projekt.

Projektleitung: Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL)
Fachliche Begleitung: Landschaftsplanungsbüro LACON

Vielfalt verbindet.png
biodiverses Sonnenblumenfeld

PLANUNGSPHASE

2020 – 2023

UMSETZUNG

2023 & Folgejahre

ZIELE VON ÖPUL-VERBINDET:

Entwicklung wirksamer Biotopvernetzung durch ÖPUL-Maßnahmen

Siebendornige Wollbiene sitzt auf einer Blume

Mit 7% Biodiversitätsflächen mehr Vielfalt schaffen

Mit der neuen Programmphase des Österreichischen Agrarumweltprogramms (ÖPUL) seit 2023 rückt der Schutz von Biodiversität und Klima noch stärker in den Mittelpunkt. Durch eine umweltschonende Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen soll dem fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt ebenso entgegengewirkt werden wie den Folgen des Klimawandels. Ein wichtiger Baustein dabei: Betriebe, die an der ÖPUL-Maßnahme UBB teilnehmen, legen mindestens 7 % ihrer Acker- und Grünlandflächen als Biodiversitätsflächen an.

Aus einzelnen Flächen wird ein Netzwerk

Im Projekt „ÖPUL verbindet“ geht es jedoch um mehr als die Anlage einzelner Biodiversitätsflächen. In den Modellregionen werden neu geschaffene Blühflächen und bestehende Ackerbrachen gezielt miteinander vernetzt. So entsteht Schritt für Schritt ein Biotopverbund, der Pflanzen und Tieren wertvolle Lebens-, Nahrungs- und Rückzugsräume bietet.

 

Mehr als ein Dutzend landwirtschaftliche Betriebe aus vier Modellregionen arbeiten bei „ÖPUL verbindet“ eng mit Ökologinnen und Ökologen zusammen. Dabei treffen praktische Erfahrung aus der Landwirtschaft und wissenschaftliches Know-how direkt aufeinander.

Beobachten, was wirklich wirkt

Doch wie gut wirken die gesetzten Maßnahmen tatsächlich? Um das herauszufinden, wurden die Biodiversitätsflächen in den Jahren 2023, 2024 und 2026 durch ein ökologisches Monitoring begleitet.

Dabei standen ausgewählte Vertreter der Insekten- und Vogelwelt im Mittelpunkt. Sie dienen als wichtige Indikatoren für vielfältige Pflanzenbestände, Strukturen und Lebensräume. So lässt sich sichtbar machen, welchen Beitrag die Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität tatsächlich leisten.

Gemeinsam für mehr Vielfalt und Klimaschutz:
„ÖPUL verbindet“ vereint landwirtschaftliche Betriebe und ökologisches Know-how

Wollbiene © K. Strohriegel

Österreich Karte

Die drei Modellregionen

MIT UNTERSCHIEDLICHER NUTZUNG UND ZIELSETZUNG

Die östlichste Modellregion befindet sich in Niederösterreich in der Katastralgemeinde Probstdorf im südlichen Marchfeld. In der landwirtschaftlichen Gunstlage dominieren große Ackerschläge mit Gemüseanbau. Die Modellregion Jaidhof im Waldviertel umfasst sowohl Acker- als auch Grünlandflächen in mittelintensiver Bewirtschaftung. Die Modellregion im Salzburger Flachgau auf dem Schulgelände der HBLA Ursprung umfasst Acker- und für den Flachgau repräsentative Grünlandflächen. Durch die Kooperation mit der Schule und der Einbindung des landwirtschaftlichen Nachwuchses, wird der Vielfalt an Biodiversitätsmaßnahmen Zukunft gegeben. Die Modellregion Murau in der Obersteiermark ist überwiegend von intensiv bewirtschaftetem Grünland geprägt. Charakteristisch ist das abwechslungsreiche Mosaik aus Wiesen, Wäldern und Hecken.

Mit den vier Modellregionen deckt das Projekt eine breite Palette unterschiedlicher Landschaftsräume und Bewirtschaftungsintensitäten in Österreich ab. Dadurch können die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den einzelnen Regionen miteinander verglichen und auf andere Gebiete übertragen werden. 

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und bleiben Sie auf dem aktuellen Stand!

Biodiversitätsflächen zur Förderung nützlicher Helfer

Biodiversitätsflächen bieten zahlreichen Tierarten Nahrung, Lebensraum und Rückzugsmöglichkeiten. Ihr reiches Blütenangebot versorgt wichtige Bestäuber wie Wildbienen und Schwebfliegen mit Pollen und Nektar. Auch Tagfalter, Heuschrecken, Laufkäfer, Zikaden und Spinnen profitieren von den vielfältigen Strukturen.

Diese Insekten und Spinnen bilden wiederum eine wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel und Fledermäuse. Besonders während der Jungenaufzucht sind sie eine wertvolle Proteinquelle – etwa für das Rebhuhn, eine charakteristische Art der Modellregion Probstdorf. Samen aus den Blühflächen dienen zudem Vogelarten wie Feldsperling und Stieglitz als Nahrung.

Auch Landwirtschaft und Mensch profitieren: Bestäuber sichern die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen, während Schwebfliegen, Spinnen, Vögel und Fledermäuse zur natürlichen Schädlingsregulierung beitragen. So kann etwa eine einzige Schwebfliegenlarve täglich mehrere hundert Blattläuse fressen.

Rebhuhn im Feld

Rebhuhn © M. Richter

bottom of page